Fotodokumentation von den Lahnbergen
zur Großseelheimer Straße

  Ich bin nicht der geborene YouTuber, aber dieses kleine Video kann Ihnen trotzdem gefallen!

Wie fährt man mit dem Fahrrad von der Fußgängerbrücke auf den Lahnbergen zur Großseelheimer Straße.
Ich muss dazu sagen, dass ich diesen Weg bis vor kurzem anders beschrieben habe, dies ist die geschicktere Variante

Das ist die Strecke. Problematisch ist der vier-spurige Bereich oben auf dem Berg und vor allem der Abzweig rechts nach Kirchhain und direkt darauf die Einmündung der Strecke aus Kirchhain.


Das sieht nicht gut aus. Eine vierspurige Straße mit erlaubter Geschwindigkeit von 70 km/h. Sicher ist irgendwo links oder rechts ein Radweg vorgesehen. Ich schaue mal.
Kleine Anmerkung: Die Geländerhöhe der Brücke erlaubt eigentlich keinen Fahrradverkehr! Sie muss dringend erhöht werden.


Hier ist für Rollstuhlfahrer eine Zick-Zack-Rampe angelegt. Ob ich dort wohl gefahren bin oder quer über die Wiese?
Ich bin nicht der einzige, der quer über die Wiese fährt. Die braune Spur verrät es. Aber warum sind die Radfahrer vollkommen vergessen worden? Welche Art von Schikane ist das hier?

Im Winter brauchen es hier jedenfalls Behinderte, Fußgänger oder Radfahrer gar nicht erst zu versuchen. Ein nettes Signal.


So, hier gibt es Fahrradständer. Ich bin gespannt, wie man hier wegkommt. Vielleicht auf den Fußwegen um das Institut herum?


Hinter der Schikane geht es quasi geradeaus weiter. Man muss rechtzeitig nach links hoch auf den Parallel-Weg


Wenn ich mich hier links halte und wieder einen kleinen Rechtsschlenker mache, komme ich auf einen Weg, der zumindest in den Abendstunden beleuchtet ist.


Geradeaus und bergab. Unten erst links, dann rechts. Schilder sind Fehlanzeige.


Es geht neben einem Parkdeck weiter und unten rechts kommt man in die Karl-Von-Frisch-Straße und auf die Hauptverkehrsstraße


Ich bin an der Karl-von-Frisch-Straße angekommen. Die Übersicht zeigt, welchen Teil der vierspurigen Straße ich mir erspart habe. Jetzt finde ich aber nicht mehr auf Seitenwegen weiter und fahre auf die Hauptverkehrsstraße.


Ich fühle mich unwohl. Die Autos sausen mit mindestens 70 km/h an mir vorbei. Ich habe nicht das Gefühl, dass "meine Spur" die erforderliche Breite hat.


Diese Warnung macht mir nicht gerade zusätzlich Mut. Außerdem darf ich festhalten, dass hier jemand beim Markieren der Wege nicht mitgedacht hat, wie es scheint.


So wäre es doch etwas besser: Zwischen den Autos und dem Radweg wäre wenigstens etwas Platz.


Offensichtlich müssen wir gleich sehen, wo wir bleiben. Die Autos müssen in voller Geschwindigkeit den Radweg zum Abbiegen kreuzen.


Das ist unbedingt die Krönung. Der Radweg verliert sich inmitten der Autospuren. Die Autos fahren hier 70 km/h und die Fahrer müssen sich schon konzentrieren, um nicht miteinander zu kollidieren, wenn sie für die nächste Abzweigung die Spuren wechseln. Was soll aus mir werden?


Heute ist nichts los. Nur wenige Autos und ich als einziger Radfahrer. Aber gut sieht es aus, wie der Radweg in die Zange genommen wird.


Jetzt weiß ich Bescheid. Das war nur ein Märchen: Es war einmal eine Universitätsstadt in Oberhessen, die hatte von der Universität und dem Klinikum einen Fuß- und Radweg in die Stadt!


Ich fasse zusammen:
  • Über weite Strecken ist an der Straße gar kein Radweg angelegt.
  • Auch neben der Hauptverkehrsstraße gibt es für Fahrradfahrer keine geeigneten Verbindungen. Man fährt über wetterabhängige Forstwege durch den Wald, weil einem das Leben lieb ist.
  • Aus Radfahrersicht wäre dennoch der Weg abseits der Hauptverkehrsstraße zu bevorzugen.
  • Die Fahrbahnmarkierung des später sich zeigenden Radweges ist zu schmal und in unsinniger Weise an die Hauptstraße angeschmiegt.
  • Die Überkreuzungen von Radweg und Rechtsabbiegern ist bei der gegebenen Geschwindigkeit gefährlich.
  • Der Radweg, der sich mitten auf den schnelllaufenden Verkehrsspuren verliert, ist vollkommen indiskutabel.
  • Bei einer Radwegführung an diesem Straßenabschnitt entlang ergibt sich durch die Abzweigung und Einmündung also ein prinzipielles Problem, für das keine Lösung möglich erscheint.
Der Weg die Großseelheimer Straße zwischen den parkenden Autos und dem Autoverkehr, selber bergab bei 30 km/h - 50 km/h ist jedesmal ein Adrenalinkick. Meinen Kindern rate ich nicht dazu. Ich werde noch weitere Bilder bei regulärem Straßenverkehr sowie Videos des Verkehrsgeschehens nachliefern, damit die Unhaltbarkeit der Zustände deutlich wird.



Ich betreibe diese kleine Internetseite als private Einzelperson.
Sie soll vor allem für diesen kleinen feinen Zweck einfache Dokumente und Ergebnisse verfügbar zu machen.
Ganz kurz zu meiner Person:
Mein Name ist Ulrich Schu, ich wohne seit 1991 in Marburg und bin seitdem als Arzt beim Universitätsklinikum tätig.
Ulrich@Fahrradinitiative-Lahnberge.de